top of page

editorial

Stone Island Collector Series: Wenn Sammler das Archiv erzählen

Archive sind für Marken praktisch: Sie liefern Herkunft, Referenzen und immer wieder neue Gründe, alte Ideen zurückzuholen. Stone Island dreht diesen Mechanismus bei „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ bewusst um. Im Selfridges Corner Shop in London kuratieren acht unabhängige Sammler und Archive ihre eigene Sicht auf mehr als vier Jahrzehnte Stone Island. Private Stücke stehen neben aktuellem Fall/Winter 2026, Markenarchiv und exklusiven Neuentwicklungen. Entscheidend ist dabei weniger die Menge seltener Jacken als die Frage, wer eigentlich bestimmen darf, was in einer Markengeschichte wichtig bleibt.

The Collector Series bringt private Stone-Island-Archive für sechs Wochen in den Selfridges Corner Shop – mit wechselnden Kuratoren und beweglicher Ausstellung.

BRAND

["Stone Island"]

KOMPAKT

Stone Island zeigt mit „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ vom 21. September bis 6. November 2026 im Selfridges Corner Shop private Sammlerarchive, eigene Archivstücke, aktuelle Kollektion und exklusive Produkte. Acht unabhängige Sammler kuratieren wechselnde Wochen und erhalten damit erstmals formal eine aktive Rolle in der offiziellen Archiverzählung der Marke.

RELEASE

​

Das Archiv gehört nicht nur der Marke


Stone Island bezeichnet The Collector Series als erste formale Zusammenarbeit mit unabhängigen Sammlern, die die Kultur der Marke über Jahrzehnte bewahrt, interpretiert und mitgeprägt haben. Das klingt zunächst nach sauberer Community-Kommunikation. Im Selfridges Corner Shop bekommt die Aussage aber eine konkrete Form: Arco Maher, Better Gift Shop, ’bout, 194 Local, Louis Holsgrove, Metallic Curtain, Pezze und SimJae kuratieren nacheinander ihre eigenen Bestände.


Damit verschiebt sich die Autorität ein Stück. Die Marke liefert nicht allein die historische Lesart, sondern räumt Menschen Platz ein, die Stücke gesucht, getragen, gehandelt und katalogisiert haben, lange bevor Archivarbeit zum Standardinstrument der Modebranche wurde.


Acht Sammler, sechs Wochen, ein bewegliches System


Die Ausstellung läuft vom 21. September bis 6. November 2026. Willo Perron hat dafür kein statisches Museum gebaut, sondern ein modulares System aus beweglichen Metallstrukturen, weichen Raumteilern und Screens. Die Installation wird neu arrangiert, sobald die nächste Sammlung übernimmt.


Auch die Themen wechseln: von Ghost und Mainline über Denim Research, No Seasons, Material Exploration und Wool bis zu Ice Jacket und 3 Phase Reactive. So entsteht keine chronologische Best-of-Schau, sondern eine Serie persönlicher Schnitte durch dieselbe Markengeschichte.


Mehrere Stone-Island-Jacken auf mobilen Metallständern mit digitalen Displays im Selfridges Corner Shop
Willo Perrons modulares Raumkonzept verändert sich mit den wöchentlich wechselnden Sammler-Archiven.

Materialforschung wird zur Erzählstruktur


Stone Island hat einen Vorteil, wenn es um Archive geht: Die Geschichte lässt sich an Materialien festmachen. Thermosensitive Stoffe, reflektierende Oberflächen, Denim-Versuche, Wolle oder ungewöhnliche Färbeprozesse sind nicht nur Jahreszahlen, sondern physisch erkennbare Entwicklungsschritte. Genau deshalb funktionieren die wechselnden Themen besser als eine einfache Timeline.


MR Magazine berichtet, dass neben privaten Sammlerstücken auch Teile aus dem Stone-Island-Archiv und der aktuellen Fall-2026-Kollektion gezeigt werden. Einige private und offizielle Archivstücke sind dabei tatsächlich erhältlich. Das macht aus dem Archiv gleichzeitig Ausstellung, Markt und Gespräch über Provenienz.


Vom Ice Jacket bis Leather Organza


Zu den historischen Referenzen gehören unter anderem thermosensitive Ice Jackets. Gleichzeitig liefert Stone Island neue exklusive Stücke für Selfridges. Besonders passend ist die Hand-Treated Leather Organza Jacket CCS0460: leichtes Lammleder wird mit ultrafeinem Polyester-Organza verbunden, die Innennähte werden mit reflektierendem Tape versiegelt. Airbrush-Schattierung, manuell aufgetragene Pigmente sowie Tumbler-Behandlung und Waschung erzeugen eine unregelmäßige Oberfläche.


Das Stück funktioniert in diesem Kontext fast wie eine These zur Marke: technische Konstruktion, sichtbare Behandlung und kontrollierte Unperfektheit. Archiv und Gegenwart stehen nicht deshalb nebeneinander, weil sie dasselbe aussehen, sondern weil dieselbe Lust am Materialprozess erkennbar bleibt.


Orange-rote Stone Island Hand-Treated Leather Organza Jacke an einer Metallstange im Selfridges Corner Shop
Die exklusive Hand-Treated Leather Organza Jacket verbindet Lammleder, Organza, reflektierende Nahtversiegelung und manuell aufgetragene Pigmente.

Passport: sieben Städte, sieben Blickwinkel


Mit „Passport“ erweitert Stone Island den Gedanken über den Londoner Raum hinaus. Glenn Kitsons Film folgt Sammlern in London, Paris, Neapel, New York, Toronto, Seoul und Tokio. Der wichtige Punkt ist nicht, dass Stone Island eine globale Community besitzt – das weiß die Marke selbst seit Langem. Interessanter ist, dass regionale Archive und lokale Blickwinkel als Teil der offiziellen Erzählung anerkannt werden.


Das Begleitprogramm setzt diese Öffnung fort: Neben Stone Island Sound gehört auch ein Gespräch mit Carlo Rivetti, Paul Harvey und Aitor Throup dazu. Vergangenheit wird damit nicht nur ausgestellt, sondern zwischen Eigentümern, Designern und Sammlern verhandelt.


GTH Take


The Collector Series ist vor allem deshalb relevant, weil Stone Island Kontrolle abgibt, ohne die eigene Geschichte aufzugeben. Viele Marken entdecken Archive dann, wenn sie eine Neuauflage verkaufen wollen. Hier wird zusätzlich anerkannt, dass Sammler selbst Wissen, Auswahl und Markt geschaffen haben. Das macht die Ausstellung glaubwürdiger als eine reine Heritage-Schau – und zeigt, dass Brand Culture dort interessant wird, wo eine Marke nicht jede Bedeutung selbst formuliert.

SIDENOTE

Zum Projekt gehört auch „Passport“, ein Film von Glenn Kitson über Stone-Island-Sammler in sieben Städten und sieben Ländern: London, Paris, Neapel, New York, Toronto, Seoul und Tokio. Damit erweitert Stone Island die Ausstellung bewusst über London hinaus – das Archiv wird als internationales Netzwerk von Menschen erzählt, nicht nur als Bestand in Firmenhand.

Stone Island Collector Series

editorial

Stone Island Collector Series

Archive sind für Marken praktisch: Sie liefern Herkunft, Referenzen und immer wieder neue Gründe, alte Ideen zurückzuholen. Stone Island dreht diesen Mechanismus bei „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ bewusst um. Im Selfridges Corner Shop in London kuratieren acht unabhängige Sammler und Archive ihre eigene Sicht auf mehr als vier Jahrzehnte Stone Island. Private Stücke stehen neben aktuellem Fall/Winter 2026, Markenarchiv und exklusiven Neuentwicklungen. Entscheidend ist dabei weniger die Menge seltener Jacken als die Frage, wer eigentlich bestimmen darf, was in einer Markengeschichte wichtig bleibt.

The Collector Series bringt private Stone-Island-Archive für sechs Wochen in den Selfridges Corner Shop – mit wechselnden Kuratoren und beweglicher Ausstellung.

BRANDS

​

​

KOMPAKT

Stone Island zeigt mit „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ vom 21. September bis 6. November 2026 im Selfridges Corner Shop private Sammlerarchive, eigene Archivstücke, aktuelle Kollektion und exklusive Produkte. Acht unabhängige Sammler kuratieren wechselnde Wochen und erhalten damit erstmals formal eine aktive Rolle in der offiziellen Archiverzählung der Marke.

Das Archiv gehört nicht nur der Marke


Stone Island bezeichnet The Collector Series als erste formale Zusammenarbeit mit unabhängigen Sammlern, die die Kultur der Marke über Jahrzehnte bewahrt, interpretiert und mitgeprägt haben. Das klingt zunächst nach sauberer Community-Kommunikation. Im Selfridges Corner Shop bekommt die Aussage aber eine konkrete Form: Arco Maher, Better Gift Shop, ’bout, 194 Local, Louis Holsgrove, Metallic Curtain, Pezze und SimJae kuratieren nacheinander ihre eigenen Bestände.


Damit verschiebt sich die Autorität ein Stück. Die Marke liefert nicht allein die historische Lesart, sondern räumt Menschen Platz ein, die Stücke gesucht, getragen, gehandelt und katalogisiert haben, lange bevor Archivarbeit zum Standardinstrument der Modebranche wurde.


Acht Sammler, sechs Wochen, ein bewegliches System


Die Ausstellung läuft vom 21. September bis 6. November 2026. Willo Perron hat dafür kein statisches Museum gebaut, sondern ein modulares System aus beweglichen Metallstrukturen, weichen Raumteilern und Screens. Die Installation wird neu arrangiert, sobald die nächste Sammlung übernimmt.


Auch die Themen wechseln: von Ghost und Mainline über Denim Research, No Seasons, Material Exploration und Wool bis zu Ice Jacket und 3 Phase Reactive. So entsteht keine chronologische Best-of-Schau, sondern eine Serie persönlicher Schnitte durch dieselbe Markengeschichte.


Mehrere Stone-Island-Jacken auf mobilen Metallständern mit digitalen Displays im Selfridges Corner Shop
Willo Perrons modulares Raumkonzept verändert sich mit den wöchentlich wechselnden Sammler-Archiven.

Materialforschung wird zur Erzählstruktur


Stone Island hat einen Vorteil, wenn es um Archive geht: Die Geschichte lässt sich an Materialien festmachen. Thermosensitive Stoffe, reflektierende Oberflächen, Denim-Versuche, Wolle oder ungewöhnliche Färbeprozesse sind nicht nur Jahreszahlen, sondern physisch erkennbare Entwicklungsschritte. Genau deshalb funktionieren die wechselnden Themen besser als eine einfache Timeline.


MR Magazine berichtet, dass neben privaten Sammlerstücken auch Teile aus dem Stone-Island-Archiv und der aktuellen Fall-2026-Kollektion gezeigt werden. Einige private und offizielle Archivstücke sind dabei tatsächlich erhältlich. Das macht aus dem Archiv gleichzeitig Ausstellung, Markt und Gespräch über Provenienz.


Vom Ice Jacket bis Leather Organza


Zu den historischen Referenzen gehören unter anderem thermosensitive Ice Jackets. Gleichzeitig liefert Stone Island neue exklusive Stücke für Selfridges. Besonders passend ist die Hand-Treated Leather Organza Jacket CCS0460: leichtes Lammleder wird mit ultrafeinem Polyester-Organza verbunden, die Innennähte werden mit reflektierendem Tape versiegelt. Airbrush-Schattierung, manuell aufgetragene Pigmente sowie Tumbler-Behandlung und Waschung erzeugen eine unregelmäßige Oberfläche.


Das Stück funktioniert in diesem Kontext fast wie eine These zur Marke: technische Konstruktion, sichtbare Behandlung und kontrollierte Unperfektheit. Archiv und Gegenwart stehen nicht deshalb nebeneinander, weil sie dasselbe aussehen, sondern weil dieselbe Lust am Materialprozess erkennbar bleibt.


Orange-rote Stone Island Hand-Treated Leather Organza Jacke an einer Metallstange im Selfridges Corner Shop
Die exklusive Hand-Treated Leather Organza Jacket verbindet Lammleder, Organza, reflektierende Nahtversiegelung und manuell aufgetragene Pigmente.

Passport: sieben Städte, sieben Blickwinkel


Mit „Passport“ erweitert Stone Island den Gedanken über den Londoner Raum hinaus. Glenn Kitsons Film folgt Sammlern in London, Paris, Neapel, New York, Toronto, Seoul und Tokio. Der wichtige Punkt ist nicht, dass Stone Island eine globale Community besitzt – das weiß die Marke selbst seit Langem. Interessanter ist, dass regionale Archive und lokale Blickwinkel als Teil der offiziellen Erzählung anerkannt werden.


Das Begleitprogramm setzt diese Öffnung fort: Neben Stone Island Sound gehört auch ein Gespräch mit Carlo Rivetti, Paul Harvey und Aitor Throup dazu. Vergangenheit wird damit nicht nur ausgestellt, sondern zwischen Eigentümern, Designern und Sammlern verhandelt.


GTH Take


The Collector Series ist vor allem deshalb relevant, weil Stone Island Kontrolle abgibt, ohne die eigene Geschichte aufzugeben. Viele Marken entdecken Archive dann, wenn sie eine Neuauflage verkaufen wollen. Hier wird zusätzlich anerkannt, dass Sammler selbst Wissen, Auswahl und Markt geschaffen haben. Das macht die Ausstellung glaubwürdiger als eine reine Heritage-Schau – und zeigt, dass Brand Culture dort interessant wird, wo eine Marke nicht jede Bedeutung selbst formuliert.

1_edited_edited_edited_edited_edited_edited_edited.png

Stone Island Collector Series: Wenn Sammler das Archiv erzählen

Stone Island Collector Series

DENIM-BY-DENIM-TEARS.webp

Stone Island Collector Series: Wenn Sammler das Archiv erzählen

Archive sind für Marken praktisch: Sie liefern Herkunft, Referenzen und immer wieder neue Gründe, alte Ideen zurückzuholen. Stone Island dreht diesen Mechanismus bei „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ bewusst um. Im Selfridges Corner Shop in London kuratieren acht unabhängige Sammler und Archive ihre eigene Sicht auf mehr als vier Jahrzehnte Stone Island. Private Stücke stehen neben aktuellem Fall/Winter 2026, Markenarchiv und exklusiven Neuentwicklungen. Entscheidend ist dabei weniger die Menge seltener Jacken als die Frage, wer eigentlich bestimmen darf, was in einer Markengeschichte wichtig bleibt.

Das Archiv gehört nicht nur der Marke


Stone Island bezeichnet The Collector Series als erste formale Zusammenarbeit mit unabhängigen Sammlern, die die Kultur der Marke über Jahrzehnte bewahrt, interpretiert und mitgeprägt haben. Das klingt zunächst nach sauberer Community-Kommunikation. Im Selfridges Corner Shop bekommt die Aussage aber eine konkrete Form: Arco Maher, Better Gift Shop, ’bout, 194 Local, Louis Holsgrove, Metallic Curtain, Pezze und SimJae kuratieren nacheinander ihre eigenen Bestände.


Damit verschiebt sich die Autorität ein Stück. Die Marke liefert nicht allein die historische Lesart, sondern räumt Menschen Platz ein, die Stücke gesucht, getragen, gehandelt und katalogisiert haben, lange bevor Archivarbeit zum Standardinstrument der Modebranche wurde.


Acht Sammler, sechs Wochen, ein bewegliches System


Die Ausstellung läuft vom 21. September bis 6. November 2026. Willo Perron hat dafür kein statisches Museum gebaut, sondern ein modulares System aus beweglichen Metallstrukturen, weichen Raumteilern und Screens. Die Installation wird neu arrangiert, sobald die nächste Sammlung übernimmt.


Auch die Themen wechseln: von Ghost und Mainline über Denim Research, No Seasons, Material Exploration und Wool bis zu Ice Jacket und 3 Phase Reactive. So entsteht keine chronologische Best-of-Schau, sondern eine Serie persönlicher Schnitte durch dieselbe Markengeschichte.


Mehrere Stone-Island-Jacken auf mobilen Metallständern mit digitalen Displays im Selfridges Corner Shop
Willo Perrons modulares Raumkonzept verändert sich mit den wöchentlich wechselnden Sammler-Archiven.

Materialforschung wird zur Erzählstruktur


Stone Island hat einen Vorteil, wenn es um Archive geht: Die Geschichte lässt sich an Materialien festmachen. Thermosensitive Stoffe, reflektierende Oberflächen, Denim-Versuche, Wolle oder ungewöhnliche Färbeprozesse sind nicht nur Jahreszahlen, sondern physisch erkennbare Entwicklungsschritte. Genau deshalb funktionieren die wechselnden Themen besser als eine einfache Timeline.


MR Magazine berichtet, dass neben privaten Sammlerstücken auch Teile aus dem Stone-Island-Archiv und der aktuellen Fall-2026-Kollektion gezeigt werden. Einige private und offizielle Archivstücke sind dabei tatsächlich erhältlich. Das macht aus dem Archiv gleichzeitig Ausstellung, Markt und Gespräch über Provenienz.


Vom Ice Jacket bis Leather Organza


Zu den historischen Referenzen gehören unter anderem thermosensitive Ice Jackets. Gleichzeitig liefert Stone Island neue exklusive Stücke für Selfridges. Besonders passend ist die Hand-Treated Leather Organza Jacket CCS0460: leichtes Lammleder wird mit ultrafeinem Polyester-Organza verbunden, die Innennähte werden mit reflektierendem Tape versiegelt. Airbrush-Schattierung, manuell aufgetragene Pigmente sowie Tumbler-Behandlung und Waschung erzeugen eine unregelmäßige Oberfläche.


Das Stück funktioniert in diesem Kontext fast wie eine These zur Marke: technische Konstruktion, sichtbare Behandlung und kontrollierte Unperfektheit. Archiv und Gegenwart stehen nicht deshalb nebeneinander, weil sie dasselbe aussehen, sondern weil dieselbe Lust am Materialprozess erkennbar bleibt.


Orange-rote Stone Island Hand-Treated Leather Organza Jacke an einer Metallstange im Selfridges Corner Shop
Die exklusive Hand-Treated Leather Organza Jacket verbindet Lammleder, Organza, reflektierende Nahtversiegelung und manuell aufgetragene Pigmente.

Passport: sieben Städte, sieben Blickwinkel


Mit „Passport“ erweitert Stone Island den Gedanken über den Londoner Raum hinaus. Glenn Kitsons Film folgt Sammlern in London, Paris, Neapel, New York, Toronto, Seoul und Tokio. Der wichtige Punkt ist nicht, dass Stone Island eine globale Community besitzt – das weiß die Marke selbst seit Langem. Interessanter ist, dass regionale Archive und lokale Blickwinkel als Teil der offiziellen Erzählung anerkannt werden.


Das Begleitprogramm setzt diese Öffnung fort: Neben Stone Island Sound gehört auch ein Gespräch mit Carlo Rivetti, Paul Harvey und Aitor Throup dazu. Vergangenheit wird damit nicht nur ausgestellt, sondern zwischen Eigentümern, Designern und Sammlern verhandelt.


GTH Take


The Collector Series ist vor allem deshalb relevant, weil Stone Island Kontrolle abgibt, ohne die eigene Geschichte aufzugeben. Viele Marken entdecken Archive dann, wenn sie eine Neuauflage verkaufen wollen. Hier wird zusätzlich anerkannt, dass Sammler selbst Wissen, Auswahl und Markt geschaffen haben. Das macht die Ausstellung glaubwürdiger als eine reine Heritage-Schau – und zeigt, dass Brand Culture dort interessant wird, wo eine Marke nicht jede Bedeutung selbst formuliert.

BRAND

["Stone Island"]

SIDENOTE

Zum Projekt gehört auch „Passport“, ein Film von Glenn Kitson über Stone-Island-Sammler in sieben Städten und sieben Ländern: London, Paris, Neapel, New York, Toronto, Seoul und Tokio. Damit erweitert Stone Island die Ausstellung bewusst über London hinaus – das Archiv wird als internationales Netzwerk von Menschen erzählt, nicht nur als Bestand in Firmenhand.

KOMPAKT

Stone Island zeigt mit „Selected Works '982–'026 – The Collector Series“ vom 21. September bis 6. November 2026 im Selfridges Corner Shop private Sammlerarchive, eigene Archivstücke, aktuelle Kollektion und exklusive Produkte. Acht unabhängige Sammler kuratieren wechselnde Wochen und erhalten damit erstmals formal eine aktive Rolle in der offiziellen Archiverzählung der Marke.

The Collector Series bringt private Stone-Island-Archive für sechs Wochen in den Selfridges Corner Shop – mit wechselnden Kuratoren und beweglicher Ausstellung.

editorial

WEITERE STORY´S

Stone Island übergibt den Selfridges Corner Shop an acht unabhängige Sammler. „Selected Works '982–'026“ zeigt, warum ein Markenarchiv mehr ist als das, was die Marke selbst aufbewahrt.

Patta schärft seine Herbst-/Winter-Sprache 2026 mit technischer Outerwear, gewaschenem Denim und grafischen Basics. Eine Kollektion, die weniger über Logos als über Material, Layering und Alltag funktioniert.

Palace X Evisu funktioniert, weil beide Marken ihre Codes nicht erklären müssen: Londoner Skatewear trifft auf japanische Denim-Heritage, Tri-Ferg auf Seagull.

bottom of page